Monthly Archive for Juli, 2010

Knaufrausch

27. Juli 2010

Sommerschlussverkäufe sind leider passe, dabei habe ich das immer geliebt. Man muss heute immer mal Glück haben, wenn irgendwo gerade eine Verkaufs-Aktion stattfindet. Umso lieber gehe ich seit einiger Zeit über die Flohmärkte, um das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Am liebsten erstehe ich Accessoires wie Kistchen und Kästchen, kleine Möbelstücke und Schreibtischutensilien, die ich mit meinen Knäufen optisch besonders präparieren kann. So habe ich immer ein hübsches, individuelles Geschenk im Haus.

Natürlich kann man mittlerweile prima im Internet auf Schnäppchenjagd gehen. Diverse Seiten vergleichen Preise, bieten Sonder- und Restposten an, locken durch Versteigerungen mit günstigsten Preisen. Derzeit sind auch einige Möbelgriffe im Angebot. Zum Beispiel der Glasknauf „Indra“, der in tiefem Blau als Blumenblüte erstrahlt. Aus Holz ist der „Tajal“, dessen Teakholz-Intarsien mit dunkelbrauner Mittel-Leiste durch einen versilberten Ring umschlossen sind. Silbern eingeklammert sind ebenfalls die Intarsien aus grünen, türkisen und orangenen Steinen, die den Knauf „Taj“ schmücken. Allein aus diesen drei Möbelgriffen könnte man schon wieder eine wunderbare Deko-Arbeit leisten. Man denke sich nur ein mittelbraunes Schmuckkästchen aus Holz, am besten eines mit fünf Schüben, also einem großen in der Mitte und jeweils zwei an den Seiten. Hier würden sich die beiden Holz-Knäufe prima jeweils zweimal einsetzen lassen, während die blaue Blütenkrone den Schub in der Mitte schmücken könnte. Eine hübsche Vorstellung. Ich werde gleich mal schauen, wann der nächste Flohmarkt in meiner Nähe stattfindet…

Mehr Transparenz: Ein kleines Sommerpalais

22. Juli 2010

Laue Lüftchen, flutendes Sonnenlicht, hohe Temperaturen: Was kann um diese güldene Jahreszeit schöner sein, als möglichst viele Stunden im Freien zu verbringen? Nicht jeder wohnt am Meer und der Weg zum See ist auch nicht immer der kürzeste. Einen luftigen wie schattigen Platz kann man sich aber auch im heimischen Garten ein schattiges Domizil einrichten. Das kann man mit einem einfachen, gespannten Sonnensegeln machen oder einen Sonnenschirm aufstellen.

Etwas raffinierter wird das schattenspendende Plätzchen, wenn man sich einen kleinen Pavillon errichtet – das muss gar nicht so kompliziert sein. Wer sich den Bau eines solchen Gebäudes nicht nach eigenen Plänen zutraut, findet fertige Bausätze im Fachhandel. Wir haben unseren Pavillon – ich nenne ihn Sommerpalais – aus einem im Grundriss sechseckigen Balkengerüst errichtet. Der Bau ist in weiß gehalten und auch die Vorhänge, die sich bei Bedarf zuziehen lassen, tragen denselben Farbton. Sie lassen sich mit einer Schnur in jeder beliebigen Stellung arretieren; diese muss nur mittels Schlaufe an einem entsprechenden Knauf befestigt werden. Dafür habe ich den 11-kantig geschliffenen „Diamond Clear“ gewählt, weil ich zwischen dem hellen Weiß glasklare Transparenz für besonders schön halte. Die kleine Schatulle, in der sich Kerzen und andere Kleinigkeiten für den gemütlichen Abend befinden, ist auch von dieser Knaufsorte geziert. Und die Tür zum Pavillon lässt sich mit dem passenden Möbelgriff „Doorany Special White“ auf- und zuziehen. Dieser transparente Türgriff ist wie der Knauf aus geschliffenem Glas und einfach eine herrlich, lichtbrechende Funkelei!

Villa Kunterbunt

12. Juli 2010

„Ich hab’ ein Haus, / ein kunterbuntes Haus / ein Äffchen und ein Pferd, / die schauen dort zum Fenster raus.“

Vor kurzem haben Bekannte von mir mit befreundeten Eltern einen eigenen, kleinen Kindergarten ins Leben gerufen. Sie teilen sich die Betreuung beziehungsweise Finanzierung und wissen ihre Kleinen so sicher aufgehoben. Den lustigen Namen haben sie – man ahnt es –, dem Klassiker „Pippi Langstrumpf“ entnommen. Auch wenn der Kindergarten noch längst nicht fertig ist und weiterhin gewerkelt, eingerichtet und gebaut wird, so veranstalteten sie am Wochenende ein feines Sommerfest, um diesen einzuweihen. Da war etwas los, als Groß und Klein zusammenkamen!

Ich hatte mir ein besonderes Geschenk ausgedacht. Getreu dem Namen des Kindergartens baute ich zusammen mit meinem Mann eine gigantische Kommode aus Holz, in denen die Spielsachen und Ähnliches untergebracht werden können. Insgesamt 24 Schubfächer in verschiedenen Größen arrangierten wie so, dass ein wirklich kunterbuntes Wirrwarr an Schüben herauskam, die wir dann noch zünftig in vielen Farben anstrichen. Den Clou aber bildeten die verschiedenen Möbelgriffe, die ich zum Abschluss an jedem Schubfach anbrachte. Ich wählte aus der weiten Palette von Knäufen möglichst viele unterschiedliche aus und verwendete jeden Möbelgriff nur einmal. Das war ein wahres Vergnügen, einmal nicht dem ästhetischen Feingefühl folgen zu müssen, sondern der Fantasie spontanen, freien Lauf lassen zu können. Warum sollten ein Glasknauf und ein Alugriff nicht gemeinsam eine gepunktete Lade öffnen? Hier darf auch mal ein blauer Möbelgriff zu einem grünen Untergrund passen. Das Ergebnis war einfach: kunterbunt. Und über die Kommode freuten sich die Kinder und Erwachsenen genauso wie über den Beutel mit Knäufen, die ich als Mitbringsel obendrein gab. Damit den Möbelgriffen in dieser Kindervilla niemals die Farbe ausgeht.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

4. Juli 2010

Heißes Wetter, kühles Nass: Man kann es dem Menschen wohl nicht Recht machen, aber wenn alle Leute zurzeit über die Hitze- und Schwitzewelle stöhnen, dann kann ich mich nur anschließen. Dabei habe ich gar nichts gegen Sonne, ganz im Gegenteil. Aber diese Schwüle, die da seit Tagen von Westen her über uns hinweg zieht, empfinde ich schon als erdrückend. Und da sich auch kein kurzer Gewittereinbruch ereignen wollte, waren wir am Wochenende am und auf flacher See, machten einen Trip ans Wasser. (Daher kommt hier auch erst heute mein kleiner Eintrag) Wir besuchten ein befreundetes Ehepaar, dass ein Seegrundstück und noch besser: ein kleines Bötchen besitzt. So badeten wir und segelten wir übers Wasser. Und ich muss sagen, ich war schon erstaunt, als ich auch hier mit Möbelgriffen konfrontiert worden bin. Dabei hätte es mich eigentlich nicht wundern sollen, denn meine Bekannte ist genauso kreativ wie ich – und als ich ihr einst ein paar Knäufe schenkte, hätte ich wissen müssen, dass sie sich weitere besorgt.

Als wir das Segelboot betraten, sah ich, dass viele Details mit Knäufen verziert wurden. Besonders das Inventar in der kleinen Kabine unter Deck war mit extra Möbelgriffen ausgestattet, die sich ganz wunderbar in dieser maritimen Umgebung machte. Zum hellen Holz passte das hier verwendete Modell „Basic Blue“ einfach hervorragend. Draußen an Deck war eine einzelne, gläserne „Water Lily“ aufgepflanzt, an der sich das Sonnenlicht ganz prächtig brach. Bei der leichten Brise auf See war mir die Sonne plötzlich gar nicht mehr lästig und ich genoss einfach mein Wochenende zwischen Knäufen und Wasser.