Monthly Archive for September, 2010

Nie in der Zwickmühle

19. September 2010

Spiel, Satz, Sieg: Gesellschaftsspiele boomen. Jedes Jahr kommen neue, spannende Spiele in den Handel und man kann sich gar nicht entscheiden, welches man nehmen soll. Das nennt man wohl die Qual der Wahl – ein Geduldsspiel ist es manchmal auch, sich durch die Stapel zu wühlen. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Immerhin gibt es ja genug Dauerbrenner unter den Spiele-Klassikern. Man kann sie ja, wenn das alte Gewand einen stört, neu gestalten. Wie man das beim Schach macht und sich mit Möbelgriffen ein individuelles Spiel gestaltet, habe ich ja bereits berichtet und mit Dame ist das ganz ähnlich zu machen. Ähnlich kann man natürlich auch bei anderen Spielen vorgehen und mit sie mit Knäufen aufhübschen.

Mühle ist so ein Klassiker, den man wieder neu in den Blick nehmen kann. Das Spiel ist uralt, was seiner Charme keineswegs im Wege steht. Im Gegenteil, das gegenseitige in die Zwickmühle Nehmen macht Spaß wie eh und je. Das Spielbrett muss man sich schon selber basteln. Dafür kann man es vom Material und von der Farbe her besser an die Möbelgriffe anpassen, statt anders herum vorzugehen. Ob Sie das Brett aus einer Schiefertafel herstellen oder aus Speckstein schnitzen, ein Brett nehmen und die Grundlinien einbrennen oder einritzen, obliegt Ihrer Fantasie und hängt von den Knäufen ab, die sie einsetzen wollen. Natürlich können Sie auch einfach ein Schneidbrett aus Plastik bemalen. Die Möbelgriffe schrauben Sie auf passende Muttern und schon kann das Spiel losgehen.

Geisterstunden

13. September 2010

„Süßes oder Bares“: Nun ist es ja noch etwas hin bis zu Halloween, dem Fest vor Allerheiligen. Man mag sich über diese Feierlichkeit und ihren Sinn heutzutage wundern. Immerhin hat es aber eine alte religiöse Bedeutung und nicht nur kommerziellen Charakter. Und außerdem muss dieser zweite Karneval im Jahr ja gar nicht teuer sein, wenn man mit etwas Geschick selbst Hand anlegt.

Im vergangen Jahr wollte mein Neffe Jonathan eine ganz finstere, fiese Gruselmaske zu Halloween tragen. Die Latex- oder Gummi-Larven, die in den Läden zu finden waren, waren nicht nur recht preisintensiv, sondern gefielen uns auch nicht besonders, weil sie zu plump waren. Also griffen wir auf die gute alte Marke Eigenbau zurück. Wir fertigten zunächst aus Pappmaché eine Larve an. Dazu nahmen wir einen Luftballon und beklebten mittels Leim mit Zeitungspapierfetzen, bis eine cirka ein Zentimeter dicke Schicht entstanden war. Diese ließen wir einen Tag ausgiebig austrocknen. Dann schnitten wir Öffnungen für Nase und Augen sowie den Mund aus und strichen die Maske dunkelblau, fast schwarz. Dann – nun folgt der Clou – kamen die Möbelgriffe zum Einsatz. Jonathan wollte unbedingt ein Sternenkrieger sein, weshalb wir sein Antlitz zum entschlossenen Funkeln bringen wollten. Glasklar, es mussten die transparenten Glasknäufe her. Die Möbelgriffe waren mit Hilfe eines Akku-Schraubers/Bohrers rasch auf der Maske aufgebracht und wild auf dieser verteilt. Dazu nahmen wir noch einen geschwärzten Besenstil mit aufgepfropftem Glasmöbelgriff als Sternenlanze und der Krieger war perfekt. Mal sehen, als was Jonathan in diesem gehen will. Die Kiste mit Knäufen jedenfalls halte ich bereit.

Sonntag – Tatorttag

5. September 2010

Ich kann die Sonntagabende gar nicht mehr zählen, die mir schon der Tatort versüßte. Die gewalttätige Welt kam kurz in die Wohnstube, verschaffte mir einen Kitzel und entließ mich danach wieder in mein häusliches Glück. Der wohlige Schauer macht mich dann bettfertig, um in die nächste Arbeitswoche zu starten. Über die Jahre kann man schon von einem Kommen und Gehen der Kommissare und Kommissarinnen sprechen. Ich weiß, viele Menschen haben ihr Lieblingsermittlerduo. Bei mir ist das nicht so, irgendwie mag ich sie alle. Nun verlässt wieder ein Pärchen die Tatort-Runde. Hoffentlich wird dieser letzte Tatort-Tango wieder spannend – im Gegensatz zur Blässe, in welcher der Frankfurter Tatort immer getaucht ist.

Von edler Noblesse und blasser Schönheit sind auch einige Knäufe. So geben sich einige Exemplare aus der „Basic“-Reihe schick zurückhaltend, man sehe sich nur die zarten Töne des „Basic Lilac“, „Basic Green“ oder „Basic Pink“ an. Auch die dezente Malerei auf den Möbelgriffen „Ivy“ und „Leila“ strahlt eine blasse Schönheit aus. Doch lassen Sie sich nicht täuschen, denn auch dies Knäufe sind voller Hochspannung – welches Möbelstück werden sie als individuelle Knäufe zum Glanz eines Unikats verhelfen?