31. Januar 2011
Ich habe an dieser Stelle ja immer mal wieder kleine Spielideen vorgestellt, die sich mit Knäufen ganz leicht realisieren lassen. Wir hatten schon Mühle und Schach, nun möchte ich Ihnen eine Variante des Solohalmas, auch Solitär genannt, vorstellen, deren Spielfiguren aus Möbelgriffen bestehen. Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich einmal unseren Kindern einmal von diesem Spiel, dem ich mich in meiner Kindheit mit einer glühenden Hingabe widmete, erzählte. Nun wollten sie das Spiel auch einmal ausprobieren und ich hatte keines zur Hand. Und so leicht aufzutreiben war es auch nicht – ich wollte keine digitale Version haben, sondern ein Spiel zum Anfassen.
Also ging ich in den Keller, suchte ein passendes Stück Holz und malte darauf das kreuzförmige Spielbrett, das aus 33 Quadraten besteht. In jedes bohrte ich ein Loch. Groß genug machte ich die Aussparung, dass man bequem einen Knauf hineinstecken konnte. In aller Eile, ich hatte gerade keine 32 gleichen Möbelgriffe parat, nahm ich nun verschieden Knäufe und steckt sie in die Ausgangssituation aufs Brett – lediglich das Feld in der Mitte bleibt dabei frei. Ziel ist es, alle Möbelgriffe durch jeweiliges Überspringen so vom Brett zu eliminieren – übersprungene Steine werden weggenommen –, dass am Ende ein einzelner Knauf in der Mitte übrig bleibt. Dann ist das Spiel gewonnen. Meine Kinder zeigten sich nicht ganz so fasziniert vom Spiel wie ich damals, probierten aber gemeinsam immerhin mehrere Stunden, das Spiel ein Mal zu lösen. Als es gelang, nur mit einem Möbelgriff in der Mitte zu enden, freuten sie sich sehr. Allerdings hatten sie sich den Lösungsweg nicht gemerkt. Und hatten dann plötzlich keine Lust mehr am weiteren Probieren mit den Knäufen. Dafür hole ich das Brett ab und an heraus um schwelge spielend in Kindheitserinnerungen.
19. Januar 2011
Das Wetter scheint ja wieder einmal verrückt zu spielen. Am Heiligen Abend zeigt sich in vielen Orten des Landes die Weihnachten als weiß in einem gigantischen Ausmaß. Neujahr war es dann schon fast Tauwetter und in den vergangen Tage musste man sich immer wieder einbläuen, dass Hochwinter herrscht – und dennoch stellten sich fast frühlingshafte Gefühle ein. Und jetzt hat es wieder geschneit. Glücklich ist, wer da das Wetter vorhersagen kann.
Nun ja, es gibt den zuverlässigen Wetterdienst, aber es selbst auch mit dem Vorhersagen wenigstens zu versuchen, bereitet auch eine Menge Spaß. Man kann dazu eine preiswerte Wetterstation erwerben. Die sind meist schmucklos, aber mit ein paar Knäufen kann dem abgeholfen werden. Vielleicht setzen sie die Station einfach in einen größeren Holzrahmen ein und sie haben so genügend Platz, um den Möbelgriff-Schmuck anzubringen.
Aber auch ein schmuckes Wetterhäuschen kann man zur Beobachtung benutzen. Wetterhäuschen messen ja eigentlich nur den Feuchtigkeitsgehalt in der Luft. Dieser aber lässt Rückschlüsse auf das kommende Wetter, auf Hochs und Tiefs und Veränderungen zu. Diese Häuschen kennen Sie vielleicht noch aus Ihrer Kindheit: Je nach prognostiziertem Wetter kommt eins von zwei Püppchen, Sonnenfrau oder Regenmann, zum Vorschein und verkündet so das bevorstehende Wetter. Und das kann man mit ein wenig Arbeit selbst bauen, am besten aus einem kleinen Holzkistchen. Die „Mechanik“ besteht aus einem Stück Darmsaite eines beliebigen Streichinstruments. Anstatt eines Püppchen habe ich jeweils einen Möbelgriffe aus Glas auf das Anzeigebrettchen gesetzt. Ein grüner Knauf zeigt schönes Wetter an, ein roter verweist auf einen bedeckten Himmel. So weiß ich immer, was vom Wetter droht und habe einen knaufverzierten Gegenstand mehr in meiner Wohnung.
9. Januar 2011
Nicht nur Knäufe und Möbelgriffe sind wunderbare praktische Mittel, um sich die Wohn- und Arbeitswelt individuell zu gestalten. Auf welche vielfältige Weise das zu bewerkstelligen ist, habe ich schon mehrfach in diesem Blog berichtet. Doch auch mit den dazugehörigen Garderoben lässt sich eine Menge mehr anstellen als sie sich als formschönes Utensil in den Flur zu hängen.
Man mit den Garderoben natürlich – das ist naheliegend und so habe ich sie auch bei uns zu Hause eingesetzt – einen begehbaren Wandschrank nach den eigenen Bedürfnissen und modischem Geschmack ausstatten. Bei uns haben wir das Modell „Venus“ mehrfach verwendet. Nur für die Tür haben wir auf „Saturnus“ („Door Saturnus“) zurückgegriffen, weil dieser einfach für Türen gemacht ist. Aber auch Wäschezimmer und Arbeitsräume kann man ganz einfach mit den Garderoben bestücken – sie sind ja nicht nur für Kleidungsstücke vorgesehen. So finden Hammer, Bohrer und Säge, Besen, Lappen und Kehrschaufel auf diese Art ihren passenden Platz und sind immer griffbereit. Und schöner als schnöde Hakenleisten sind sie ohnehin.
Verwendet man für das Mobiliar in diesen Räumen dann noch die passenden Möbelgriffe, sehen selbst der Hobbykeller und die Waschküche optisch wie aus einem Guss aus. Und das geschieht ganz ohne Mühen und sieht doch individuell aus. Denn das ist ja der Clou der Knäufe wie der Garderoben: Mit ihnen kann man mit wenig Aufwand seine Lebenswelt ganz nach eigenem Gusto gestalten. Ganz ohne Haken.
2. Januar 2011
Spieglein, Spieglein, an der Wand … – Vielfältig sind die Möglichkeiten, mit denen der Mensch versucht, in die Zukunft zu schauen und dem Schicksal oder Zufall ein Schnippchen zu schlagen. Was wird das kommende Jahr bringen? Was wird im Job? Hält die Gesundheit? Und wird auch das Wetter auf der Südseereise eher sonnig werden? Schon immer war die Menschheit von den Fragen nach der Zukunft angetrieben und erfand viele vermeintlich sichere Methoden, um einen Blick in die Zukunft zu erhaschen. Das Bleigießen, das sich an Silvester noch heute großer Beliebtheit erfreut, ist eine solche Uralte Orakeltechnik. Tarot-Karten und I Ging, Pendeln und Quija-Brett, Träumen und Kaffeesatz-Lesen zählen auch dazu.
Es ist klar, dass man gerade zum Jahreswechsel gebannt auf das kommende Jahr schaut, ist doch zumindest gefühlt ein neuer, kleiner Lebensabschnitt erreicht. Nun muss man mit dem Okkulten nicht so viel im Sinn haben, um nicht auch eine gewisse Neugier zu verspüren. Dieser kann man immerhin spielerisch freien Lauf lassen. Das haben wir vor zwei Tagen in kleiner Runde an Silvester gemacht, nachdem wir unser leckeres Fondue-Essen beendet hatten. Da wir über keine entsprechenden okkulten „Hilfsmittel“ verfügten, griffen wir auf mein altbewährtes Hausrezept zurück: Wir nahmen Möbelgriffe. Zwei handvoll Knäufe steckten wir in ein Stoffbeutelchen, aus dem wir schließlich mehrere zugleich herauszogen und über die Kombination spekulierten. Zuvor noch wiesen wir den verschiedenen Farben der Knäufe unterschiedliche Bedeutungen zu, über die jeweiligen Griff-Formen und ihre Bedeutung zerbrachen wir dann den Kopf und erzählten uns Geschichten. So kamen unsere Hoffnungen und Wünsche zutage und auch wenn sich vielleicht nicht alles erfüllen wird, so ist mit dem ausgesprochenen anvisieren eines Zieles doch schon viel erreicht. Und eines kann ich Ihnen schon verraten: Meinen Knäufe-Blog will ich definitiv weiter betreiben.