Küchenknäufe

15. April 2010

„Viele Knäufe verderben den Brei?“ – Es gibt viele Wahrheiten, die dem Volksmund zu entnehmen sind. Aber manchmal irrt er einfach nur. Über viele Köche mag ich nichts berichten, aber Möbelgriffe befinden sich schon unter meinen liebsten Küchenhelfern. Man glaubt gar nicht, in wie vielfältiger Form sie in der guten Zubereitungsstube, dem Quell der kulinarischen Köstlichkeiten, zum Einsatz kommen. Dass mein kleines Apothekerregal, mit den vielen kleinen Schüben für Gewürze, Aromen und andere essentielle Kleinigkeiten, mit speziellen Knäufen ausgestattet ist, brauche ich wahrscheinlich gar nicht zu erwähnen. Aber an die schlichten, weißen Keramikschübe, die in einem Holzgestell ruhen, wollte ich schon optische Highlights setzen, ohne aufdringlich zu sein. Ich entschied mich für „Batic Red“ und nun ziert ein Arsenal dieser zart-gemusterten Knäufe mein Gewürzregal. Jedes Mal, wenn ich nun nach Pfeffer und Salz, Zimt und Vanille oder Koriander und Liebstöckel greife, erfüllt mich eine kleine Freude.

Aus einem Notnagel heraus, befinden sich Möbelgriffe nun auch auf einigen Topfdeckeln. Vielleicht kennen Sie das: Irgendwann lösen sich die aufgeschraubten Griffe der Glasdeckel und hinterlassen hässlich gähnende Löcher, aus denen der Wasserdampf verpufft. In meiner Not, ich dachte, keine wirkliche Alternative zur Hand zu haben, benutzte ich einen meiner Möbelgriffe als Ersatz. Der sitzt seitdem bombenfest und auch andere Deckel werden nun durch Möbelknäufe gelüftet. Eine Bekannte von mir hat sogar ihre Pfeffermühle, die bis auf den losen Drehgriff tadellos funktionierte, mit einem Knauf umgerüstet. Und sie mahlt noch heute… Weitere Einsatzbereiche meiner kleinen Knauf-Küchenhelfer verrate ich vielleicht beim nächsten Mal. Bis dahin: kulinarische Grüße!

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