Nomen est Omen

17. Dezember 2009

Heute schon eingeknauft? – Zugegeben nicht jedes Wortspiel strahlt so brillant wie unsere Knäufe. Und dennoch wollen wir heute einen Abstecher in das Reich der Sprache wagen. Wissen Sie denn, woher das Wort „Knauf“ eigentlich stammt? Das Etymologische Wörterbuch, das Lexikon listet die Herkunft der Wörter auf, besagt, dass das Wort Knauf bereits seit dem 11. Jahrhundert belegt ist, mit dem mittelhochdeutschen und althochdeutschen „knouf“ und dem mittelnorddeutschen „knoop“ verwandt ist. Knauf steht damit in einer engen Beziehung zu „Knopf“, „Knolle“ und „Knüppel“, also alles Dinge, die Verdickungen haben und irgendwie angeschwollen sind. Elegant klingt anders.

Nun, dicklich sind unsere Möbelgriffe ganz und gar nicht. Ein bisschen knubbelig, das kann man als nette Beschreibung für unsere bauchige basic-Linie gerade noch gelten lassen. Auf andere Produkte trifft das aber nicht zu, im Gegenteil. Den Feinschliff der diamond-Knäufe, den elegant konisch zulaufenden vagenza magenta oder die verspielte Elefantenform des blue haiti als dick oder drall zu bezeichnen, verkennt ihre Eleganz.

Da treffen die bildhaften Namen unserer Knäufe besser den Nagel auf den Kopf: rojin – „Sonnenaufgang“, „Tageshell“, pion – leichtes Elementarteilchen und shara – „Fürstin“, der Name steht als „Herrin des Himmels“ auch für den „Abendstern“. Kristalle, Blumen und Sterne – unsere Möbelgriffe tragen ihnen angemessene Namen, in denen all ihre Pracht bereits zum Ausdruck kommt. Jeder für sich ein Kleinod in Ausführung und Bezeichnung.

1 Responses to “Nomen est Omen”


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  1. 1 Pterker

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