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Griffige Lektüren

21. März 2010

„Die besten Bücher sind die, von denen jeder Leser meint, er hätte sie selbst machen können.“

Warum nicht mal ein Buch schreiben? Natürlich ist das – wie auch das Bonmot von Blaise Pascal erkennen lässt – nicht so ganz unkompliziert, wie es manchmal scheint. Aber keine Angst, ums Bücherschreiben soll es heute nicht gehen. Die gerade endenden Literaturevents Lit.Cologne und Leipziger Buchmesse sollen Anlass sein, um über die mögliche Verbindung von Büchern und Knäufen zu sinnieren. Denkt man an die mit Edelsteinen und Intarsien verzierten Prachthandschriften, die in romanischen und gotischen Domschätzen aufbewahrt werden, so kommt einem eine erste mögliche Gestaltungsidee sofort in den Sinn. Aus einer einfachen, cirka DIN A5 großen Pappschachtel kann man mit etwas Fantasie, bunten Papieren beziehungsweise Metallfolien und ein, zwei Möbelgriffen einen Kleinod fürs Bücherregal basteln, der ins Auge sticht. Zwischen die Lektüren gestellt, kann das gute Stück als kleiner geheimer Versteckort dienen, einfach nur Schmuck sein oder – etwa mit einem Backstein beschwert – eine wunderschöne Buchstütze sein. Doch auch dem Regal selbst kann man mit Möbelgriffen auf den hölzernen Leib rücken. Gerade preiswerte Lattenregale sind schnell aufgemöbelt, wenn man zum Beispiel in einige der bereits vorgebohrte Aussparungen einen Knauf schraubt. Da kann eine kleine lila Rosenblüte elegante Akzente setzen und fügt sich inhaltlich gut zum romantischen Liebesroman ein. Geheimnisvolles Grün der „Chrysolith“-Griffe illuminiert die Fantasy- und Mystery-Ecke und der hübsche Keramik-Knauf „Nicky“ passt mit seiner klassischen Emaile-Wirkung nicht nur zur Rezeptsammlung.

Natürlich bedarf es bei solch fantasievoll präparierten Bücherregalen auch einiger Bücher: Denn erst durch ihre Anwesenheit kommen die literarischen Lagerstätten vollends zur Geltung. Das ein oder andere Buch zu besitzen, kann ohnehin nicht schaden. Schließlich bildet Lesen und unterhaltsam ist es obendrein. Und schon Cicero mahnte: „Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.“