Über Mobilität hatte ich mich ja schon einmal an dieser Stelle ausgelassen und auch dargelegt, wie man ganz einfach ein ansehnliches Mobile für die Zimmerdecker selbst bauen kann. Heute möchte ich eine Alternativkonstruktion vorstellen, die sich hervorragend eignet, um mit Knäufen verziert zu werden.
Doch zunächst noch einmal kurz zum Thema Mobilität und Balancehalten. Beide scheinen mir zwei Gebote der Zeit zu sein. Einerseits wird der Mensch in Raum und Zeit immer flexibler, also mobil. Andererseits gilt es, das eigene Leben mit genügend Ruhe, Ausgeglichenheit, ja, Gelassenheit zu gestalten. Das kommt angesichts der Ansprüche von Beruf und Familie einem Balanceakt gleich. Und als Symbol für dieses im Alltag nicht gerade einfache Unterfangen habe ich mir vor Jahren schon ein Mobile selbst gebaut und ins Wohnzimmer gehängt.
Für den Bau eines Mobiles hatte ich ja bereits vorgeschlagen, als Mobilehalters eine Pappröhre – ein Abschnitt eines Küchenrollen-Kerns etwa – oder Holzspieße zu nehmen, an die sie die Knäufe befestigen können. Für Natursachen – und den einen oder anderen Glasknauf – eignen sich auch Äste. Aber mir ist neulich eine ganz andere Idee gekommen. Ich besorgte mir in einem Bastelladen Reifen, die man zum Beispiel für Traumfänger braucht oder mit Seide zum Bemalen bespannen kann. Diese Reifen verband ich durch feine Schnüre miteinander und befestigte ein buntes Potpourri an Möbelgriffen daran. Das Mobile hängt bei mir im Hausflur und begrüßt alle Gäste mit einem gut ausbalanciertem Hinweis auf meine Möbelgriff-Leidenschaft.


















































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