Tag Archive for 'Knauf'

Knaufige Osternester

24. April 2011

Hihi, ich komme gerade von einem wunderbaren Osterfeiernachmittag zurück. Wir waren mit einigen Freunden und deren Kindern in einem nahe gelegenen Wildpark unterwegs und nutzten eine Wiese zum Ostereiersuchen. Das war ein lustiges Gelache und Gequiekt, wie die Kinder – besonders die ganz kleinen – durchs Gras huschten auf der Suche nach Leckereien und kleinen Geschenken. Ich hatte für die Kinder Osternester mit richtigen Eiern gebacken. Die Erwachsenen bekamen ein Osternest mit aufgestecktem Möbelgriff: Ich verzierte das Gebäck mit einem “Leila Green”-Knauf. So erhielten meine Freunde mit den hoffnungsgrünenden Möbelgriffen einen ansprechenden Frühlingsgruß. Auch hier bestätigte sich also meine alte Weisheit, dass man mit einem verschenkten Knauf nichts falsch machen kann.

Doch dann bekam ich eine Überraschung. Pünktlich zu Ostern und verspätet zum Geburtstag hatten meine Freunde ihrerseits eine Bastelarbeit angefertigt. Sie schenkten mir einen “Knauf-Baum”, wie sie es nannten. Das ist ein Gestell aus Metallröhrchen, in wilden Schwüngen angeordnet, an deren Ende sich jeweils ein Gewinde befindet. Dreißig (wenn ich mich in der erfreuten Aufregung nicht verzählt habe) Arme sind so zu einer Baum-Konstruktion verbunden und man kann in sie Möbelgriffe nach Belieben einschrauben. So habe ich nun eine perfekte Präsentationsform für meine Lieblingsknäufe. Wie diese genau aussieht, werde ich das nächste Mal erzählen. Den zunächst muss ich meinen Baum von Erde säubern – ich hatte ihn unter einem Gebüsch, wo er versteckt war, hervorzuziehen.

Da haben wir den Salat IV

5. April 2011

Sonne, Wiese und Salate: Es ist erstaunlich, wie gut meine Rezepttipps zur vergangenen Grillsaison angekommen sind. Und da das Thermometer ja nun endlich wieder in Richtung himmelwärts steigt, will ich noch eine noch eine Salatvariante vorstellen, die sich herrlich neben Würstchen, Steak und Co. macht. Mit ein klein wenig Aufwand zaubern Sie einen pikanten Rote-Linsen-Salat. Als kleine und unkomplizierte Beilage eignet er sich. Man kann ihn auch „einfach so“ essen. Besonders schön lässt sich der Salat in einer selbst dekorierten Schale oder Schüssel anrichten. Haben Sie schon einmal versucht, eigene Tongefäße zu formen. Das ist gar nicht so schwierig und eine Schale eignet sich besonders als eine Form für Anfänger. In diese können Sie nach dem Hartwerden zum Beispiel als Füßchen einen Satz Möbelgriffe einschrauben. Oder Sie verzieren die Schalen mit einigen Blumenknäufen, Glasgriffen oder anderen Knaufformen.

Und so wird der Salat gemacht: Die Hülsenfrüchte, die wir aus dem orientalischen Kulturraum kennen, abspülen und in heißem Wasser 15 Minuten garen, dann kalt abschrecken. Den Lauch in feine Ringe schneiden, die Tomaten würfeln und zusammen mit dem Olivenöl, Essig und ausgepresstem Knoblauch unter die Linsen geben. Den Salat reichen Sie garniert mit Petersilie – am schönsten in einer selbst geformten Schüssel.

Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit

26. März 2011

Mitten im Superwahljahr wird sicherlich nicht wenigen bewusst, dass es doch Sachverhalte aus dem höherem Mathematikunterricht gibt, die man noch einmal im Leben brauchen kann. So die Stochastik, die Wahrscheinlichkeitsrechnung, die den Kundigen nicht über die ziemlich treffsicheren Prognosen der Wahlhochrechnungen staunen lassen. Denn Wahlen und die Hochrechnung ihrer Ergebnisse funktionieren nach dem Gesetz der großen Zahlen, dass heißt, dass ab einer bestimmten ausgewerteten Zahlenmenge die Verteilung in Prozente sich nicht mehr sehr von der Verteilung in der Gesamtmenge abweicht. Stochastik, das war der Teil der Mathematik, in dem man sich die Lottoziehungen näher ansah und das Ziehen von verschiedenfarbigen Kugeln untersuchte. Anschaulich machen kann man dieses auf den ersten Blick sehr abstrakte Fach selbstverständlich auch mit Möbelgriffen.

Ganz überschaubar sollte man vielleicht mit drei verschiedenen Möbelgriffen beginnen, zum Beispiel „Lulu“, „Goa“ und „Balloon“. Will man etwa die Wahrscheinlichkeit herausfinden, darunter den Knau „Lulu“ zu ziehen, so liegt dieser natürlich bei eins zu drei. Wie aber sieht es aus, wenn die Reihenfolge „Balloon“, „Lulu“, „Goa“ per Zufall erreicht werden soll? Wie viele mögliche Kombinationen es wohl gibt? Probieren Sie es doch einfach mal aus. Kleiner Hinweis: Bei acht Kugeln (mit Zurücklegen) fünf Kugeln zu ziehen bestehen 32.768 Möglichkeiten. In diesen Bereichen sollte man dann doch zu Formeln greifen, denn mit Ausprobieren ist nicht mehr viel zu machen. Und Möbelgriffe verwendet man dann doch lieber zum Verzieren von Mobiliar und anderen Gegenständen.

Solohalma mit Möbelknäufen

31. Januar 2011

Ich habe an dieser Stelle ja immer mal wieder kleine Spielideen vorgestellt, die sich mit Knäufen ganz leicht realisieren lassen. Wir hatten schon Mühle und Schach, nun möchte ich Ihnen eine Variante des Solohalmas, auch Solitär genannt, vorstellen, deren Spielfiguren aus Möbelgriffen bestehen. Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich einmal unseren Kindern einmal von diesem Spiel, dem ich mich in meiner Kindheit mit einer glühenden Hingabe widmete, erzählte. Nun wollten sie das Spiel auch einmal ausprobieren und ich hatte keines zur Hand. Und so leicht aufzutreiben war es auch nicht – ich wollte keine digitale Version haben, sondern ein Spiel zum Anfassen.

Also ging ich in den Keller, suchte ein passendes Stück Holz und malte darauf das kreuzförmige Spielbrett, das aus 33 Quadraten besteht. In jedes bohrte ich ein Loch. Groß genug machte ich die Aussparung, dass man bequem einen Knauf hineinstecken konnte. In aller Eile, ich hatte gerade keine 32 gleichen Möbelgriffe parat, nahm ich nun verschieden Knäufe und steckt sie in die Ausgangssituation aufs Brett – lediglich das Feld in der Mitte bleibt dabei frei. Ziel ist es, alle Möbelgriffe durch jeweiliges Überspringen so vom Brett zu eliminieren – übersprungene Steine werden weggenommen –, dass am Ende ein einzelner Knauf in der Mitte übrig bleibt. Dann ist das Spiel gewonnen. Meine Kinder zeigten sich nicht ganz so fasziniert vom Spiel wie ich damals, probierten aber gemeinsam immerhin mehrere Stunden, das Spiel ein Mal zu lösen. Als es gelang, nur mit einem Möbelgriff in der Mitte zu enden, freuten sie sich sehr. Allerdings hatten sie sich den Lösungsweg nicht gemerkt. Und hatten dann plötzlich keine Lust mehr am weiteren Probieren mit den Knäufen. Dafür hole ich das Brett ab und an heraus um schwelge spielend in Kindheitserinnerungen.